Chronik der Feuerwehr Windern

Zur Verbesserung der Schlagkraft der Feuerwehr Desselbrunn, wurde als Außenstelle im Jahre 1909 ein eigener Löschzug in Windern errichtet. Das Oberkommando der nun besteh-enden drei Löschzüge (Desselbrunn, Sicking und Windern) hatte der Hauptmann der Feuer-wehr Desselbrunn. Aus dem Protokoll der FF Windern vom 9.5.1909 geht hervor, dass der Löschzug Windern eine Spritze erhielt, Marke T6 Florian mit 5,1 PS Puchmotor, geliefert von der Fa. Rosenbauer. Weiters erfährt man, dass es von Desselbrunn begrüßt würde, wenn sich der Löschzug Windern selbstständig machen wolle!");

Noch im selben Jahr erklärte sich daher der Löschzug Windern zur selbstständigen Feuerwehr. Laut Vertrag musste aber nun die Spritze wieder an die FF Desselbrunn zurückgegeben werden!

Die FF Windern war damit gegründet. Der erste Kommandant war Josef Hüthmayr, Dopf'n z'Viacht. Es folgten die Kommandanten Alois Rübel aus Windern, Josef Plank aus Hub, August Föttinger sen. von Haus, August Föttinger aus Edt und seit 2003 ist Nöhammer Fritz aus Windern Kommandant!

In den ersten Jahren nach der Gründung der FF Windern sind in einem Kassabuch der Jahre 1911 bis 1931 sehr genaue Aufzeichnungen über die Ausgaben und Einnahmen zu finden. Noch im Gründungsjahr wurde als Ersatz für die zurückgegebene Motorspritze eine Trag-kraftspritze der selben Bauart und Marke in Linz angekauft. Die Ratenzahlungen dauerten bis zum Jahre 1920.
1910 wurden Depotbaukosten bezahlt und ein erster Ball im November abgerechnet!

Jedes Jahr im Jänner wurde nun ein Ball abgehalten, allerdings mit nicht sehr großem Reingewinn. In den Kriegsjahren 1915-1917 gab es keine Geldbewegungen und auch 1918-1921 nur wenige. In all diesen Jahren des Beginns und der Not ist für uns heute interessant festzustellen, dass auch schon damals Kameraden bei der Teilnahme an Bällen von benachbarten Feuerwehren der Eintritt bezahlt wurde. 1922 begannen wieder die jährlichen Bälle im Jänner, neu waren aber nun die Wald- oder Wiesenfeste im Juli, die manchmal über zwei Wochenende, 1927 sogar dreimal am 3., 10. und 17. Juli stattfanden (Reinertrag 763,74 Schilling). Infolge der Inflation bis 1924 (2600fache Preissteigerung) waren die Reinerträge bescheiden.

Aus einem Feuerwehrkalender von 1934 erfährt man etwas über den Gerätestand: 2 Hackenleitern, 1 Anstellleiter, 1 Spritze mit Saugwerk, 1 Schlauchhaspel, 135m Schläuche, 6m Saugschläuche und 2 Wassereimer sind der Einsatzbestand!

1929 wurde ein Spritzenhauseinweihung und 1930 ein Autokauf abgerechnet. Auch von der 'löblichen Gemeindevertretung' wurden 700 Schilling beigesteuert. 1932 wurden 15 Mäntel für die Feuerwehrmänner angekauft. Bei den Feuerwehruniformen unterschied man schon damals zwischen Parade- und Arbeitsblusen.

Fahrzeuge

Das erste Feuerwehrfahrzeug war ein Pferdegespann. Als Feuerwehrauto konnte ein "Steyr 12" in Betrieb genommen werden. 1965 wurde ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug bei der Fa. Rosenbauer erworben und der alte "Steyr 12" durch einen gebrauchten VW-Bus ersetzt, mit dem auf einem Anhänger die Motorspritze mitgeführt wurde. 1976 wurde bei der OKA ein gebrauchter 680 Steyr-LKW erworben und dieser in Eigenregie und zum Teil bei der Schlosserei Kollmann zu einem Tanklöschfahrzeug TLF 3000 umgebaut. 1984 wurde ein neues Löschfahrzeug LFB, ein Mercedes 508 Diesel angekauft. Der alte VW Bus aus dem Jahr 1965 mit Anhänger war damit durch ein modernes Fahrzeug ersetzt. 1989 wurde wieder ein LKW 790 Steyr bei der OKA gekauft und der Tank mit dem Aufbau vom 680 Steyr auf das neue Auto montiert. Als Kommando-fahrzeug wurde 1990 ein gebrauchter VW Bus vom Roten Kreuz angekauft und umgebaut.

Schon 1999 wurde ein neues KDO-Fahrzeug, ein Ford Transit angeschafft, finanziert aus Eigenmitteln! 2005 wurde bereits das nächste Fahrzeug anstatt des alten VW Bus angeschafft. Ein gebrauchter Fiat Ducati Pritschenwagen um größere Transporte erledigen zu können! Nachdem 2004 der Beschluß feststand, das wir ein neues TLF bekommen, konnten wir dieses 2006 in den Dienst stellen! Zur Zeit umfasst unser Fuhrpark also 4 Fahrzeuge! Um auch für die technischen Einsätze in der Gemeinde gewappnet zu sein, wurde 1999 ein hydraulisches Bergegerät angeschafft!

Motorspritzen

Bereits 1924 wurde eine neue Motorspritze angeschafft. Eine weitere Motorspritze, angekauft 1931 wurde auf einem Traktoranhänger in Viecht privat eingestellt. Die Schlagkraft der Feuerwehr wurde vor allem durch den Ankauf einer BMW-Fox Tragkraftspritze im Jahre 1992 wesentlich verbessert. Bei dem Jahrhunderthochwasser im Jahre 2002 spendete eine Firma aus Laakirchen eine Schmutzwasserpumpe, die eine Saugleistung von 1100l/min hat!

Zeughaus

Das erste Zeughaus, eine Garage, wurde bereits 1909 gegenüber vom Gasthaus Übleis erbaut. Durch den Anbau einer zweiten Garage an das bestehende Zeughaus wurde dieses 1959 entsprechend vergrößert und 1960 im Zuge der 50 Jahr Feier eingeweiht. 1988 wurde das Grundstück von der aufgelassenen Elan Tankstelle erworben und 1989 mit dem Bau eines neuen Zeughauses begonnen, das 1991 gesegnet und seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

6500 Arbeitsstunden wurden von den Feuerwehrmännern geleistet. Das wir als eine schlagkräftige Feuerwehr dastehen, liegt einerseits an der guten Kameradschaft und an unserer einzigen Einnahmequelle, das Zeltfest! Ohne diesem könnten wir nicht existieren bzw. unserer Bevölkerung in unserem Pflichtbereich die Hilfe anbieten!

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